Sonntag, 9. August 2009

Messer, Gabel, Scher' & Licht …


… sind für kleine Kinder nicht! Nun ja, wer wüsste das nicht. Aber wie wäre es denn heute mal mit einer selbst (oder vom talentierten Papi/Bruder/LAP/Onkel) gebauten Blockschneidemaschine, woanders auch paper guilltotine genannt? Eben fand ich im Rahmen meiner traditionellen Sonntagmorgenbloglektüre in dem spanischsprachigen Blog „Hispanoamérica. Artes del Libro - Blog dedicado a las Artes des Libro en espanol.” einen Beitrag mit Bezug auf ein Hobby-Heft von 1948, der mir unglaublichen Spass gemacht hat. Nicht zuletzt, weil ich dieser Tage lange mit einer Buchbindefreundin über den Wert eines alten, bzw. eines gebrauchten professionellen Blockschneiders diskutiert habe. Den Bau in Eigenregie einer adäquaten Schneidemaschine allerdings, der wäre uns als Alternative nie in den Sinn gekommen. Aber sehen Sie doch selbst :: Papierschneidemaschine für die Buchbinderei :: Ein Bild habe ich mir auch mal aus der gleichen Quelle geliehen. Also, frisch ans Werk und: Achten Sie stets auf Ihren Daumen!

Kommentare:

Klaus von Mirbach hat gesagt…

Lieber Peter, das ist mir zu schwierig. Aber wie kann man denn son Blockschneider einfachst ersetzen? Wenn ich zum Beispiel meine Zeichenbücher mache, halbes Din A 4 Blatt und das schneide mit ner tollen Schneidemaschine aus meinem Kindergarten, 10-15 Blatt schafft die, ich nehm weniger, und bin ungehuer genau und trotzdem ist dann der gebundene Block, oder auch geleimt immer ein bißchen ungenau.Viele Grüße nach Köln, wenn nichts dazwischen kommt sehen wir uns auf der BubiMesse. Klaus

vuscor hat gesagt…

Klaus, hi, da stösst du eines der zentralen Probleme der Papierverarbeitung an. Eigentlich ist eine Blockschneidemaschine, prinzipiell gesehen, durch nichts zu ersetzen. Es gibt dann noch sog. Beschneidhobel, die sind auch recht teuer. Und in USA kann man kleinere Block-/Hebelschneider kaufen, die immerhin einen Stapel von ca. 25 - 30 Blatt SM-Papier sauber schneiden. Besonders erfahrene Buchbinder können schon mal einen gepressten, dicken Stapel Papier mit Stahlschiene und Messer runterschneiden und dann mit feinstem Schmirgel die Schnittstelle schleifen. ==> Bis Ende der Woche trage ich mal alles zum Thema aus meinem Archiv zusammen, das könnte insgesamt ganz lustisch werden.

Klaus von Mirbach hat gesagt…

Lieber Peter,

heute hatte ich ein Intensiv Seminar: Lumbecken bei meinem Onkel, der wie schon mal gesagt, ich glaube von 1952 bis in die Neunziger Jahre selbständiger Buchdrucker und-binder war. Der hat Bände gelumbeckt, 1300 Seiten, kein Problem, die gehen nicht kaputt. Na ja, und wegen des Problems, was macht man wenn man keine Schneidemaschine hat? hat er auch eine tolle Lösung. Er sagt, wenn ich was gemacht habe, dann fahre ich zu einer Buchdruckerei und sage zu denen:"Kannste mir das mal beschneiden?" Nich schlecht, was? Viele Grüße

Klaus

vuscor hat gesagt…

Lumbecken mit BB-Leim? Rücken eingesägt? Faden eingelegt? Mit Gaze oder mit Kraftpapier stabilisiert? Wenn man das Lumbecken richtig macht, hält das ewig, im Gegensatz zu den vermaledeiten Heißklebebindungen aus dem Schnelldruckcenter.